Agility Reglement TKAMO 07,2007
3.10 Der Pneu soll durch ein System von Ketten oder Seilen in der Höhe verstellbar
sein, starre Befestigungssysteme sind nicht zugelassen. Der untere innere Teil des Pneus muss aus Sicherheitsgründen verschlossen sein. Zur Standsicherheit haben die Bodenstreben eine Länge, die ungefähr dem 1,5 fachen der Höhe bis zur
Oberkante des Reifens entspricht, in Kategorie L.(d.h.: beidseitiger Ausleger zur Vor- und Rückseite des Reifens je ca.1,00 m und muss Halt gewähren) Leichtes Material ist nicht erlaubt, das Gerät hat stark und standfest zu sein. Der
klappbare / aufspringende Reifen ist zulässig Öffnungsdurchmesser: 45 bis 60 cm.
Zwischen Innenkante Rahmen und Aussenkante Reifen muss der Hund die Möglichkeit haben, hindurch zu laufen. Der Abstand beträgt 30 bis 40 cm.
Entfernung der Pneuachse zum Boden:
Large: 80 cm
Medium: 55 cm
Small: 55 cm
Bemassung am Beispiel eines Large- Pneu mit Durchmesser 60cm:
Oberkante Reifen (OK) 80 cm + 30 cm (Radius) + 10 cm Pneusträke = OK 120 cm
Länge der Ausleger (LA) 120 cm x 1,5 = LA 180 cm
Der Pneu- oder Reifensprung im Agility ist seit dem neu überarbeiteten FCI-Reglement 2007 wieder vermehrt im Fokus.
Er ist ein nicht zu unterschätzend schwieriges Gerät
für unseren Hund; Der Hund muss sowohl Ober- und Unterkante des Reifenloches taxieren und, was sehr erschwerend dazu kommt, er hat keinen geraden “Horizont” !
Macht der Hund eine Fehleinschätzung, tut sich
der Hund bestenfalls “nur”weh. Es kommt aber mitunter zu sehr brenzligen Situationen mit höchster Verletzungsgefahr.
Die Verantwortlichen
für die Reglemente und die Hersteller sind gefordert geeignete Lösungen zu Gunsten der maximal möglichen Sicherheit für unsere Hunde zu bieten.
Die Erfahrungen
in der Vergangenheit haben gezeigt, dass ein sehr grosses Risiko für den Hund besteht, wenn der ganze Pneusprung kippt und dem Hund buchstäblich in den Rücken fallen könnte.
Der Pneu- oder Reifensprung
& die Sicherheit für den Hund
1. Was sind die Sicherheitsmerkmale des Pneusprunges :
a) Durchmesser des Lochs muss gross genug sein, damit auch ein
grosser Hund locker
durchpasst.
b) Der Reifen muss im innen Durchmesser geschlossen sein, damit der
Hund nicht mit der Pfote reintreten kann.
c) Der Reifen darf nicht starr montiert sein sondern ist
beweglich
“aufzuhängen”.
d) Das ganze Gerät muss möglichst kippsicher sein; dh die Beine am
Boden müssen genügend lang und der Schwerpunkt Möglichst tief sein.
e) Dem Hund sollte keine Möglichkeit geboten sein sich einzuklemmen
oder zu verhedern, wenn er den Reifen nicht korrekt absolviert.
2. Die Hauptfaktoren für die Konstruktion
des Pneus, um die Risiken einer Verletzung des Hundes zu minimieren, sind die folgenden :
a) Um dem “worst case” (= Pneu fällt dem Hund auf den Rücken) zu
entgegnen, muss die Masse
die in treffen könnte möglichst klein sein.
d.h. Das ganze Gerät sollte nicht zu schwer sein und der Schwerpunkt
möglichst tief gelegen: das wirkt gegen das Kippen.
b)
Um bei einem “Crash” dem Hund möglichst kleine Kräfte entgegen
zusetzen, sollte der Pneu nachgeben : d.h. wir nutzen die Erken-
ntnisse aus dem Automobilbau, wo man seit vielen Jahren sog.
Knautschzonen einbaut. Durch das “Knautschen” und Biegen wird
enorm viel Energie vernichtet, was einen harten und schweren Aufprall
abschwächt.
3. Die Umsetzung dieser Erkenntnisse kann für die Konstruktion des
Pneusprunges mittels folgender Vorkehrungen angegangen werden :
a) Um nachzugeben, sollte der Pneu möglichst gut auf dem Boden
wegrutschen
sollte der Hund hängen bleibt ; ergo nicht fixieren, nicht
zu schwer!
b) rutscht das Gerät nicht weg, sollte der Pneu
nachgeben indem er als
“kolapsable” Konstruktion sich entweder
- löst oder öffnet oder
- an geeigneter Stelle nachgibt ( Verbiegen / Strecken / Feder )
c) die Konstruktion sollte möglichst
keine gefährlichen Details aufweisen
wie scharfe Kanten, ungeschützte Drahtseile, hervorstehende
Verschlüsse, störende statische Dreiecke u.d.g.
2007 AGILITY REGULATIONS FCI
Tyre:
Aperture diameter: 45 cm. to 60 cm.
Aperture centre from the ground: L: 80 cm. – M and S: 55 cm.
The tyre must be adjustable in height (chains or rope), fixed or rigid attachments are not allowed.
The bottom half of the tyre must be filled for safety reasons.
The base of this obstacle should be approximately 1.5 x the height measured from the floor to the top edge of the tyre, in category Large.
Light material is not allowed, the obstacle should be sturdy and stable.
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gem.FCI 2007 und TEKAMO 2008
zugelassen für Turniere
Die verschiedenen Typen von Pneu- und Reifensprüngen
gem. älteren FCI und TEKAMO Bestimmungen für Turniere zugelassen.
- zu schmal,
- zu hoch
- zu kurze Beine
An Turnieren nicht zugelassen
mit starren Befestigungen
geeignet zum Anlernen und Training
An Turnieren nicht zugelassen
zu leichte Konstruktionen
für Spiel und Welpen geeignet

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